Wer Textbeispiele für die freie Trauung sucht, will meist eines. Einen guten Trautext. Verständlich. Nur, Vorlagen aus dem Internet klingen wie Vorlagen aus dem Internet. Eure Gäste merken das. Ihr merkt das beim Vorlesen.
Auf dieser Seite findet ihr keine Bausteine zum Kopieren. Ihr findet, woran man eine gute Traurede erkennt, wie sie entsteht und wie es klingen kann, wenn jemand euch wirklich zugehört hat.
Erstes Gespräch vereinbarenAntwort meist innerhalb von 24 Stunden.
Was einen guten Trautext ausmacht
Ein guter Trautext ist nicht der mit den schönsten Worten. Es ist der, in dem ihr euch erkennt. Damit das passiert, braucht es drei Dinge.
„Ihr habt euch gefunden" könnte über jedes Paar gesagt werden. „Sie wägt erst ab und entscheidet dann, ob es sich lohnt, ein Wort zu verlieren" passt zu einer einzigen Person. Genau das ist der Unterschied.
Eine Rede lebt von dem, was nur ihr beide wisst. Von dem Tag, an dem etwas zum ersten Mal anders war. Von der einen Eigenart, die euch vom ersten Moment an aneinander beruhigt hat. Solche Sätze findet man in keinem Hochzeitsratgeber.
Die Rede muss klingen, als hätte sie jemand für euch geschrieben. Nicht für die Hochzeitsbranche. Nicht für Pinterest. Für euch beide und für die Menschen, die euch kennen.
Woran Vorlagen scheitern
Es gibt sie zu Tausenden. Vorlagen, Muster, Mustertexte, kostenlose Textbausteine. Manche schön formuliert, manche schauerlich, alle eines gemeinsam, sie wurden für niemanden geschrieben.
Und genau so klingen sie auch. Austauschbare Sätze über die Liebe, generische Vergleiche mit Sonnenuntergängen und Schicksalswegen, dazwischen ein Trauspruch, der seit zwanzig Jahren auf Hochzeiten zitiert wird. Wer das vorliest, merkt es spätestens nach dem dritten Satz, die Worte gehören niemandem im Raum.
Das Problem ist nicht, dass Vorlagen schlecht sind. Das Problem ist, dass sie für jeden passen sollen und deshalb zu niemandem wirklich passen. Eure Hochzeit aber ist nicht für jeden. Sie ist für euch.
Wie ein Text bei mir entsteht
Bevor ich ein Wort schreibe, sitzen wir zusammen. Zwei Stunden, manchmal drei. In Ruhe, bei Kaffee, ohne Fragebogen.
Ihr erzählt mir von euch. Wie ihr euch kennengelernt habt. Was ihr aneinander schätzt. Was euch aneinander manchmal auch wahnsinnig macht. Welche Geschichten sich in eurer Beziehung wiederholen. Wer im Streit der erste ist, der nachgibt. Wer kocht. Wer plant. Wer träumt.
Aus diesem Gespräch entsteht eure Rede. Nicht aus einer Vorlage, nicht aus einer Sammlung. Aus dem, was ihr mir anvertraut habt.
Bis zum großen Tag bleibt die Rede mein Geheimnis. Kein Gegenlesen, keine Vorschau. Ihr hört sie zum ersten Mal in dem Moment, in dem sie gesprochen wird.
Das hat einen Grund. Eine Rede, die ihr vorher kennt, hat keinen Moment mehr, in dem sie euch überrascht. Genau dieser Moment ist es aber, der euch und eure Gäste trägt.
Wie es klingen kann
Ich kann euch keine ganze Rede zeigen. Jede Rede gehört dem Paar, für das sie geschrieben wurde, und sie bleibt bei diesem Paar. Aber ich kann euch zeigen, in welche Richtung es geht.
Ein Auszug, der vom Wesen einer Frau erzählt:
Sie wägt die Faktenlage ab und entscheidet dann, ob es sich überhaupt lohnt, sich Gedanken zu machen. Sie grübelt nicht lange nach. Sie ist eine ehrliche Socke, auf die man sich immer verlassen kann.
Das ist kein poetischer Einstieg. Keine geschwollene Sprache. Es ist ein präzises Bild von einem einzigen Menschen und genau deshalb funktioniert es. Weil dieser Satz nur zu einer einzigen Person passt. Zu seiner.
Eine Rede besteht aus solchen Sätzen, aneinandergereiht zu einer Geschichte. Nicht zu der Geschichte über die Liebe im Allgemeinen, sondern zu der Geschichte über euch beide.
Eheversprechen oder Trauversprechen
Wenn ihr nach Textbeispielen für eure freie Trauung sucht, stolpert ihr früher oder später über zwei Wörter. Eheversprechen und Trauversprechen. Sie meinen dasselbe. Sie unterscheiden sich nur darin, worauf sie den Fokus legen.
Das Eheversprechen ist der gängigere Begriff. Es ist das, was sich die meisten Paare bei einer freien Trauung gegenseitig sagen. In eigenen Worten, in der eigenen Stimme. Wenn ihr eure Worte später noch einmal sprechen möchtet, etwa zur Silberhochzeit, findet ihr mehr dazu unter Eheversprechen erneuern.
Das Trauversprechen wird seltener verwendet. Manche Paare finden es passend, weil es den Moment betont, also die Trauung selbst, und nicht die rechtliche Ehe. Inhaltlich ist es das gleiche Versprechen, nur sprachlich näher an der Zeremonie.
Vielleicht begegnet euch auch das Wort Ehegelübde. Es kommt aus der kirchlichen Tradition und klingt feierlicher, fast formelhaft. Bei einer freien Trauung passt es selten, weil eure Worte nicht aus einer Formel kommen sollen.
Welcher Begriff für euch der richtige ist, müsst ihr nicht vor der Hochzeit entscheiden. Ihr müsst nur wissen, dass alle drei dasselbe meinen. Ein Versprechen, das ihr euch gegenseitig gebt, in eigenen Worten, vor den Menschen, die euch wichtig sind.
Eheversprechen bei der freien Trauung
Ein Eheversprechen bei der freien Trauung muss nicht so klingen wie auf einer Vorlagen-Seite. Es gibt drei Wege, wie Paare ihre persönlichen Worte in eine freie Trauung einbringen. Welcher zu euch passt, hängt davon ab, wie ihr beide tickt. Nicht davon, was im Hochzeitsratgeber steht.
Ihr beantwortet beide dieselben Fragen, in eigenen Worten. „Ich verspreche dir, dass ich." Drei oder vier Sätze, ehrlich, ohne Sprachakrobatik. Das funktioniert für Paare, die es klar mögen und sich beim freien Sprechen wohlfühlen.
Jeder schreibt dem anderen einen Brief, und zwar wirklich nur an den anderen. Nicht für die Gäste. Vorgelesen wird er trotzdem, weil er getragen wird vom Moment, nicht von der Pointe. Diese Form ist persönlicher und oft die berührendste, vor allem für Paare, die sich schwer damit tun, frei zu sprechen.
Vorbereitet, aber nicht abgesprochen. Ihr versprecht euch nicht symmetrisch dasselbe. Einer sagt, was er der anderen verspricht, und sie antwortet darauf in ihren eigenen Worten. Diese Form ist die anspruchsvollste, weil sie echtes Zuhören braucht. Wenn sie gelingt, ist sie unvergesslich.
Welche Form auch immer es wird, eines gilt für alle drei. Lest euch eure Worte vorher nicht gegenseitig vor. Was ihr in dem Moment zum ersten Mal hört, hat eine andere Wirkung als das, was ihr schon dreimal redigiert habt.
Ich helfe euch dabei, herauszufinden, was zu euch passt. Im Vorbereitungsgespräch, ohne Vorlagen, ohne Fragebogen. Nur ein Gespräch.
Trausprüche und Lesungen
Es gibt eine Handvoll Trausprüche, die seit Jahrzehnten auf jeder zweiten Hochzeit zitiert werden. Aus der Bibel, von Rilke, von Hesse, von Khalil Gibran. Sie sind schön. Sie sind alt. Und sie sind oft Platzhalter.
Ein Trauspruch funktioniert dann, wenn ihr eine echte Verbindung zu ihm habt. Wenn er auf eurer Beziehung wirklich etwas trägt. Wenn er aus einem Buch stammt, das einer von euch beiden tatsächlich gelesen hat. Wenn er eine Geschichte hat, die zu eurer Geschichte passt.
Ein Trauspruch funktioniert nicht, wenn ihr ihn aus einer Liste der „50 schönsten Trausprüche" ausgesucht habt, weil ihr dachtet, eine freie Trauung brauche so etwas. Sie braucht es nicht.
Das gilt auch für Lesungen. Eine gute Lesung trägt, wenn sie von jemandem vorgetragen wird, dem ihr vertraut, und wenn der Text wirklich passt. Eine schlechte Lesung ist eine, bei der eine Tante etwas Vorgegebenes vorliest, weil sie eine Aufgabe haben sollte.
Mein Vorschlag dazu, ehrlich. Lasst Trausprüche und fremde Texte weg, wenn sie nicht aus einer echten Verbindung kommen. Eure eigenen Worte tragen weiter als jedes Zitat. Wenn ihr einen Spruch oder eine Lesung möchtet, sprechen wir gemeinsam darüber, ob er trägt. Oder ob er nur Lücken füllt, die in eurer Rede gar nicht da sind.
Vorlage oder echte Worte
Probiert es selbst aus. Sucht euch im Internet eine Vorlage für eine freie Traurede. Lest sie laut vor. Hört euch dabei selber zu.
Dann nehmt einen Satz, den nur ihr über den anderen sagen könntet. Etwas Konkretes. Etwas, das niemand anders so formulieren würde. Lest auch diesen Satz laut vor.
Ihr werdet den Unterschied hören.
Genau diesen Unterschied liefere ich. Eine Rede, die klingt wie ihr. Die nur zu eurer Hochzeit passt. Und die niemand sonst zitieren oder wiederverwenden könnte.
Häufige Fragen
Bereit?
Wenn ihr eine Rede wollt, die nur zu euch passt. Schreibt mir einfach kurz. Unverbindlich. Ohne Druck. Mit Kaffee.
Eine gute Rede entsteht nicht in zehn Minuten und nicht aus einer Vorlage. Sie entsteht aus einem echten Gespräch. Genau damit fangen wir an.
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Ich begleite Menschen bei den besonderen Momenten ihres Lebens, in Berlin und Brandenburg. Persönlich, zugewandt und ganz auf euch zugeschnitten.
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