Viele Angehörige fragen sich nach einem Todesfall, wie man eine freie Trauerfeier gestaltet. Diese Seite gibt Antworten. Ohne Kirchenbindung, ohne Floskeln, ohne Schablone.
Eine freie, weltliche Trauerfeier gibt es in vielen Formen, groß oder klein, mit Musik oder ohne, in der Kapelle oder draußen im Grünen. Was sie alle gemeinsam haben, sie wird nicht von einem Pfarrer gestaltet, sondern von Menschen, die den Verstorbenen wirklich kannten.
Hier erfahren Sie, wie eine freie Trauerfeier aufgebaut sein kann, welche Rituale es gibt und wann eine freie Rednerin entlastet.
Lass uns sprechenKati in echt · 2:45
Trauergespräch · Erinnerungen sammeln
Bevor eine freie Trauerfeier entstehen kann, gibt es das Trauergespräch. Das ist der Moment, in dem Sie als Angehörige erzählen und ich zuhöre. Was hat den Verstorbenen ausgemacht? Welche Geschichten erzählen Sie sich in der Familie immer wieder? Was würde er nie über sich selbst sagen, was aber stimmt?
Aus diesen Antworten entsteht die Rede. Nicht aus Vorlagen, nicht aus Schablonen.
Das Trauergespräch dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden. Es findet bei Ihnen zu Hause statt oder per Zoom, wenn das leichter ist. Sie müssen sich nicht vorbereiten. Was kommt, kommt.
Definition · konfessionslose Trauerfeier
Eine freie Trauerfeier, manchmal auch weltliche Trauerfeier, konfessionslose Trauerfeier oder Trauerfeier ohne Pfarrer genannt, ist eine Abschiedsfeier, die unabhängig von einer Kirche oder Religionsgemeinschaft stattfindet.
Das bedeutet nicht, dass sie weniger würdevoll ist. Im Gegenteil. Sie kann vollständig auf den Menschen zugeschnitten werden, der gegangen ist. Auf seine Lieblingsmusik. Auf Worte, die wirklich von ihm erzählen. Auf Rituale, die zur Familie passen.
Freie Trauerfeier, weltliche Trauerfeier, konfessionslose Trauerfeier. Diese Begriffe meinen im Grunde dasselbe, einen Abschied, der ohne kirchliche Bindung gestaltet wird.
Unterschied · Requiem
Requiem
Eine katholische Totenmesse. Sie folgt einer festen Liturgie, wird von einem Priester geleitet und enthält liturgische Elemente wie Kommunion und Eucharistie.
Freie Trauerfeier
Hat keine vorgeschriebene Form. Sie wird gemeinsam mit den Angehörigen entwickelt und passt sich dem Verstorbenen an, nicht umgekehrt. Worte, Musik und Rituale entstehen aus dem Leben des Menschen.
Beide Formen können würdevoll sein. Welche zu Ihrer Familie passt, hängt davon ab, was der Verstorbene sich gewünscht hat oder was Ihnen als Hinterbliebene Halt gibt.
Ablauf · Schritt für Schritt
Eine freie Trauerfeier läuft in der Regel in sechs Schritten ab. Sie beginnt mit dem Einzug und Musik, dann folgt die Begrüßung. Den Kern bildet die persönliche Rede. Danach kommen ein Ritual oder eine Abschiedsgeste, eine Stille und der gemeinsame Abschluss.
Der Ablauf einer weltlichen Trauerfeier in Kürze
Abschiedsrituale · Ideen
Schöne Ideen für eine Beerdigung oder Trauerfeier sind oft die einfachen. Eine Kerze, die jeder Gast entzündet. Ein Stein oder eine Blume, die am Sarg abgelegt wird. Ein Brief mit einem letzten Gedanken. Fotos, die den Menschen sichtbar machen. Ein Lied, das alle gemeinsam hören.
Rituale geben Halt in Momenten, in denen Halt fehlt. Sie müssen nicht kompliziert sein. Oft sind es die einfachsten Gesten, die bleiben.
Urne oder Sarg
Ob Urne oder Sarg bei der Trauerfeier anwesend ist, hängt vom Willen des Verstorbenen und vom Zeitpunkt der Beisetzung ab. Beides ist möglich, beides kann würdevoll gestaltet werden.
Trauerfeier mit Urne
Die Urne ist kompakter, sie kann anders im Raum platziert werden. Auf einem Tisch, umgeben von Fotos und persönlichen Gegenständen. Manche Familien empfinden das als intimer. Die Urne bleibt manchmal für Wochen bei der Familie, bevor sie beigesetzt wird.
Trauerfeier mit Sarg
Der Sarg macht den Tod sichtbarer. Für manche Menschen ist das wichtig, um die Realität des Abschieds wirklich zu fassen. Bei einer Erdbestattung findet die Beisetzung oft direkt im Anschluss statt.
Diese Entscheidung liegt in der Hand des Verstorbenen oder, wenn kein Wunsch bekannt ist, der Familie. Es gibt keine richtige Antwort. Beide Formen haben ihre Würde, und beide können mit einer freien Trauerfeier verbunden werden.
Begriffe · Bestattung · Beerdigung · Beisetzung
Diese drei Begriffe werden oft gemischt verwendet. Sie meinen aber Unterschiedliches.
Bestattung
Der Oberbegriff. Er umfasst den gesamten Prozess vom Todesfall bis zur letzten Ruhe.
Beerdigung
Bezeichnet im engeren Sinn die Erdbestattung, also wenn der Sarg in die Erde gelassen wird.
Beisetzung
Der Akt selbst, in dem Sarg oder Urne ihre letzte Ruhestätte erreichen. Das kann auf einem Friedhof sein, im Wald, auf See.
Trauerfeier
Die Zeremonie, in der Sie als Angehörige Abschied nehmen. Sie kann vor der Beisetzung stattfinden, am selben Tag oder, wie viele es heute wählen, getrennt davon.
Freie Beerdigung · konfessionslose Beerdigung
Eine freie Beerdigung ist ein Abschied ohne Kirche und ohne Pfarrer. Sie wird von einer freien Rednerin gestaltet oder von der Familie selbst, ausgerichtet auf den Menschen, der gegangen ist. Freie Beerdigung, konfessionslose Beerdigung und weltliche Beerdigung meinen dasselbe.
Viele Familien suchen nach einem Abschied, der zu einem Menschen passt, der mit Kirche wenig anfangen konnte. Bei einer freien Beerdigung gibt es keine feste Liturgie. An ihre Stelle treten eigene Worte, Musik, die gemeint ist, und Rituale, die zur Familie gehören.
Eine Beerdigung ohne Pfarrer und ohne Redner ist möglich. Dann tragen die Angehörigen die Worte selbst. Wer das nicht möchte, holt sich Begleitung für die Rede und den roten Faden. Beides ist möglich. Beides ist genug.
Kleiderordnung · Was zieht man an?
Schwarz ist traditionell, aber kein Muss. Bei einer freien Trauerfeier gilt, was der Verstorbene gemocht hätte, zählt mehr als Konvention.
Manche Familien wünschen sich Farbe, weil der Verstorbene bunte Menschen geliebt hat. Andere halten an Schwarz oder Dunkelblau fest, weil es sich richtig anfühlt. Beides ist in Ordnung.
Das Wichtigste, kommen. Alles andere ist zweitrangig.
Mitgestalten · selbst gestalten
Viele Familien wollen eine freie Trauerzeremonie, die zu dem Menschen passt, von dem sie sich verabschieden. Nicht nach festem Ablauf. Nicht nach Vorgaben, die sich fremd anfühlen.
Eine konfessionslose Beerdigung folgt keiner festen Liturgie. Auch ein Trauergottesdienst, den die Familie selbst gestaltet, kennt kein Skript. Das schafft Raum. Für eigene Worte. Für Musik, die gemeint ist. Für Erinnerungen, die nicht in einer Predigt aufgehoben sind, sondern bei denen, die sie geteilt haben.
Mitgestalten heißt nicht, alles selbst machen. Es heißt, gemeinsam entscheiden, was bleiben soll. Welche Geste, welcher Satz, welche Musik. Was wegfallen darf, weil es zu diesem Menschen nicht gehört hätte.
Manche Familien tragen die Feier ganz allein. Andere wollen Begleitung für genau diesen Teil, den Aufbau, die Rede, den roten Faden. Beides ist möglich. Beides ist genug.
Trauerredner · selbst sprechen?
Die Trauerrede kann ein Familienmitglied halten, ein Freund, oder eine freie Rednerin. Es gibt keine Vorschrift, wer sprechen darf. Eine freie Trauerfeier kann die Familie selbst gestalten. Das ist möglich und manchmal genau das Richtige. Manchmal ist es aber auch zu viel.
Wenn Sie sich fragen, brauchen wir einen Trauerredner, dann ist das oft schon die Antwort.
Eine freie Rednerin hilft, wenn:
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie einen Trauerredner brauchen, melden Sie sich einfach. Kein Formular, kein Vertrag. Nur ein Gespräch.
Meine Arbeit beginnt nicht am Tag der Trauerfeier. Ich komme zu Ihnen nach Hause, höre zu und lerne den Menschen kennen, von dem ich erzählen werde. Aus diesem Gespräch entsteht die Rede.
Kosten · freie Trauerfeier
Die Kosten einer freien Trauerfeier lassen sich nicht pauschal nennen, weil jeder Abschied anders ist. Sie hängen vor allem davon ab, ob Sie die Feier selbst gestalten oder ob eine freie Rednerin Sie begleitet. Auch Umfang, Ort und persönliche Wünsche spielen eine Rolle.
Wenn Sie wissen möchten, womit Sie für eine freie Trauerfeier mit mir rechnen können, finden Sie alle Details und die Anfahrtspauschalen auf der Seite Trauerredner Kosten Berlin.
Bestattungsarten · Überblick
Eine freie Trauerfeier ist an keine bestimmte Bestattungsart gebunden. Sie lässt sich mit jeder Form des Abschieds verbinden, mit einer Erdbestattung genauso wie mit einer Naturbestattung. Welche zu Ihnen passt, hängt vom Willen des Verstorbenen ab und davon, was sich für die Familie richtig anfühlt.
Der Sarg wird auf einem Friedhof in einem Grab beigesetzt. Die klassische Form, oft mit einer Trauerfeier direkt vor der Beisetzung.
Der Verstorbene wird eingeäschert, die Urne anschließend beigesetzt. Sie gibt Familien mehr zeitlichen Spielraum, weil Trauerfeier und Beisetzung getrennt stattfinden können.
Die Urne wird an einem Baum in einem Bestattungswald beigesetzt, etwa in einem FriedWald oder RuheForst. Für Menschen, die der Natur verbunden waren.
Die Asche wird in einer Seeurne dem Meer übergeben. Eine stille, weite Form des Abschieds, die oft bewusst gewählt wird.
Die Beisetzung erfolgt auf einem Gemeinschaftsfeld ohne namentliche Grabstelle. Manche Familien wünschen sich das, andere brauchen einen festen Ort zum Wiederkommen.
Bei allen diesen Formen können Sie eine freie Trauerfeier gestalten, mit persönlichen Worten, Musik und Ritualen. Findet der Abschied unabhängig von der Beisetzung statt, lesen Sie dazu mehr unter Trauerfeier ohne Beisetzung.
Kirchenaustritt · konfessionsloser Abschied
Wer aus der Kirche ausgetreten ist, fragt sich oft, ob überhaupt noch ein würdiger Abschied möglich ist. Die Antwort ist ja. Eine Trauerfeier braucht keine Kirchenzugehörigkeit, um persönlich, würdevoll und tröstlich zu sein.
Eine kirchliche Trauerfeier kann nach einem Austritt allerdings abgelehnt werden. Beide großen Kirchen entscheiden im Einzelfall, ob und in welcher Form sie einen ausgetretenen Menschen bestatten. Einen Anspruch darauf gibt es nicht.
Nach einem Austritt besteht kein Anspruch auf eine kirchliche Bestattung. In Ausnahmen ist eine Begleitung nach Rücksprache mit der Gemeinde möglich, sicher ist sie nicht.
Auch hier entscheidet die Gemeinde im Einzelfall. Ein kirchliches Begräbnis nach Austritt bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Genau hier ist die freie Trauerfeier der Weg, der jeder Familie offensteht. Sie ist von jeder Kirche unabhängig und wird ganz auf den Menschen ausgerichtet, von dem Sie sich verabschieden. An die Stelle der Liturgie treten eigene Worte, Musik, die gemeint ist, und Rituale, die zur Familie gehören.
Ob Sie die Feier selbst tragen oder sich Begleitung wünschen, ein konfessionsloser Abschied steht Ihnen in jedem Fall offen. Wie eine freie Rednerin dabei arbeitet, lesen Sie unter Trauerrednerin Berlin und Brandenburg.
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Ich wollte mich noch einmal für die für mich erst ungewöhnliche, aber dann wundervolle Rede bedanken. Es hat mir sehr gut gefallen.
Angehörige, Trauerfeier · Berlin
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Häufige Fragen
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Wenn Sie unsicher sind, ob eine freie Trauerfeier das Richtige für Ihre Familie ist, lassen Sie uns sprechen. Kein Formular, kein Vertrag. Nur ein Gespräch.
Ich komme zu Ihnen nach Hause oder wir telefonieren, so wie es für Sie gerade passt.
Von Anfang bis Ende geht es um Sie.
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Manche Fragen kommen erst beim Lesen. Wenn Sie sich gerade noch orientieren, schauen Sie hier weiter.
Trauerrednerin Berlin & Brandenburg
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Ich begleite Menschen bei den besonderen Momenten ihres Lebens, in Berlin und Brandenburg. Persönlich, zugewandt und ganz auf euch zugeschnitten.
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